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....Geschichtliches

Buffalo Bill    


William F. Cody genannt: Buffalo Bill wurde am 26. Februar 1846 im Scott Country in Iowa geboren. Schon mit 14 Jahren hatte er als Goldgräber, Viehtreiber und Fallensteller gearbeitet. Außerdem war er 1860 als Reiter beim berühmten Pony-Express tätig. Nach dem Ende des Bürgerkrieges im Jahre  1865, in dem Cody als Soldat diente, heiratete er am 6 März 1866 in St. Louis seine Verlobte Louisa Frederici.

Cody tötet in einem berühmt gewordenen Duell den Cheyenne Krieger Yellows Hand. Es wird erzählt, dass Cody den Krieger tötete und anschließend Skalpierte. 
Für diese Tat erhielte er vom Kongress eine Ehrenmedallie.

Bei Bau der Transkontinentalen Eisenbahn im Jahre 1867, versorgte er die Arbeiter mit frischem Büffelfleisch. Hier erhielt er auch seinen Spitznamen Buffalo Bill, da er in 18 Monaten- wie er selber sagte -4280 Büffel erlegt haben soll. Später ging er nach Fort McPherson, wo er auch Ned Buntline kennen   lernte. Im Jahre 1870 wurde sein Sohn Kid Carson Cody geboren, der aber 6 Jahre später starb.

Während der Zeit in Fort McPherson begleitete er wohlhabende Männer, Regierungsbeamte und Könige, die als Jäger unterwegs waren, um Büffel zu erlegen, später wurde er zur US-Armee zurückberufen, wo ihm dann im Jahre 1872 die Ehrenmedaille für Tapferkeit (Medal of Honor) verliehen wurde. Im gleichen Jahr gebar seine Frau eine zweite Tochter namens Orra. Ebenfalls im gleichen Jahr lernte Cody die Schauspielerin am Theater kennen. Hier spielte er sich selber in dem von Ned Buntline geschriebenen  Stück: "Scouts of the Prairie".In der Folgezeit war er dann im Sommer als Pfadfinder für die US-Armee tätig, und im Winter als Schauspieler.

Am 9. Februar wurde er Vater einer dritten Tochter, die er Irma Luise nannte. Am 24. Oktober starb jedoch seine Tochter Orra. Im Mai des Jahres 1883 gründete er in Omaha dann schließlich seine berühmte Wild-West-Show, in der echte Cowboys und Indianer mitwirkten. Die Show, die einen realistischen Augenblick im Wilden Westen darstellen sollte, war ein großer Erfolg. Mehrere Jahrzehnte fand sie beim Publikum rauschenden Beifall. Insgesamt zehn Jahre lang gastierte Buffalo Bill mit seiner Show in Europa. 1887 war er z. B. die Hauptattraktion beim goldenen Jubiläum von Königin Victoria.     

Doch nach dreißig langen Jahren verblasste das Interesse. Inzwischen war auch seine Tochter Arta gestorben, und Codys Gesundheit bereitete ihm immer mehr Probleme. Der berühmten Show drohte der Bankrott. Am 10. Januar 1917 starb William Frederick Cody als ruinierter Mann in Denver, Colorado.

 

Das Lasso    

 

Kommt aus dem spanischen "Lazo" und bedeutet Schlinge. Der Name wurde in Europa durch die fantasiereichen (aber völlig unrealistischen ) Karl-May-Erzählungen bekannt, wurde jedoch im historischen Westen nicht benutzt, wie auch das Wort Cowboy verpönt war. Die Cattledriver (Cowboys) sprachen immer von "Lariat" wenn das speziell  aus Rohhaut gefertigte Wurfseil gemeint ist, aber von "Rope" wenn dieses aus Hanf gefertigt ist. Das Rope war das Hauptarbeitsgerät des Viehtreibers, zum einfangen der Rinder, wenn sie kastriert oder zum Round Up gebrandmarkt und mit Ohrmarkierungen versehen wurden, bevor es auf den Monatelangen Trail ging.

Roy Bean  


Roy Bean wurde 1825 in Kentucky geboren und verließ bereits im Alter von 16 Jahren das elterliche Haus, um mit seinem Bruder in Mexiko sein Glück zu versuchen. Nach Problemen mit dem Gesetz (er soll einen Mann erschossen haben) flohen die Männer nach Sonora und dann nach San Diego, wo ein weiterer Bruder lebte. Als Mann, der Frauen liebte und die Frauen ihn, hatte er später ein Duell mit einem Schotten und schoss ihm in den Arm. Dafür gab es Gefängnis  aber er soll mit der Hilfe von einer ihm geneigte Dame mittels eines eingeschmuggelten Werkzeuges flüchten können. In den 1860ern ging Bean nach San Antonio, Texas, war einige Zeit Barkeeper und unterstützte dann die Armee im Bürgerkrieg. Schließlich verschlug es ihn nach Vinegarroon, eine Eisenbahner Stadt in Texas. Die Geschichte erzählt, dass er dort seinen Amtstitel "Justice of the Peace" erhalten haben soll, weil jemand gebraucht wurde, der ab und zu Recht sprechen sollte in der 8.000 Mann starken Eisenbahner Gemeinde. Bean hatte damals einen provisorischen Saloon, ein Zelt, und nachdem er Amtsehren zugesprochen bekam, soll er erst einmal den Saloon eines Mitbewerbers geschlossen haben, damit er ihn übernehmen konnte. Dort hielt er dann auch seine Sitzungen und nannte sich selbst "Law West of the Pecos (River)". Seine Urteile waren schon immer etwas gebastelt und danach ausgerichtet, was auch ihm am besten passte. Als die Eisenbahn weiter Richtung Westen ging, verlegte er seinen Amtssitz (den Saloon) ebenfalls und landete schließlich an dem Platz, wo heute Langtry ist.Der Name soll von einer Dame des Entertainments, der "Jersey Lilly", die angeblich mit richtigen Namen Ms.  Langtry hieß, stammen und Roy Bean gab dem Ort diesen Namen. Sie selbst kam das erste Mal erst nach seinem Tode 1903 nach Langtry.

 

Pony-Express Reiter  

        

In der Mitte des 19. Jahrhunderts, genauer gesagt am 03. April 1860, wurde ein Express-Dienst, der Pony Express eröffnet. Die Strecke verlief von St. Joseph in Missouri nach Sacramento in Californien. Eingesetzt wurden auf dieser Strecke mit 3120 Kilometern, 156 Reiter mit 500 der schnellsten Langstreckenpferde der USA. Die Post wurde auf dieser Strecke in einer durchschnittlichen Zeit von ca. 240 Stunden transportiert. Die Strecke wurde teilweise sogar in nur 8 Tagen geschafft. Der Preis für diesen Dienst war damals aber heftig: 5 Dollar für nur einen Brief bis zu 14 Gramm.                                                  

320 Kilometer ritt jeder Reiter am Tag durchschnittlich. Der Dienst wurde allerdings nach der Einführung der ersten Transkontinental-Telegraphie-Verbindung am 21. Oktober 1861 wieder eingestellt. Insgesamt waren es somit nur 18 Monate wo es Pony-Express Reiter gab. Als Express Reiter wurden mutige junge Burschen, nicht über 18 Jahre alt, die sehr gut reiten konnten gesucht. Bevorzugt wurden Waisen. Sie mussten außerdem bereit sein, täglich das Leben zu riskieren.                                                                                 

Hier Der Text der damaligen Original Anwerbung:

                                                 

Wanted!                                                                                               Young,Skinny, Wiry Fellows

Not over eighteen. Must be expert riders, willing to risk death daily.                                                       

Orphans preferred.

Wages Dollar 25 per week.

Colt 

    

Schon im 16 Jahrhundert gab es erste Handwaffen mit Trommeln und drehbaren Läufen. Im 18 Jahrhundert erfreute sich der englische Collierrevolver einiger Bekannheit, kränkelte aber noch am Steinschlossprinzip und die Trommel musste noch von Hand gedreht werden.                                                                     Anfang des 19 Jahrhunderts erfand man dann die Perkussionszündung, wobei  die Pulverladungmittels kleiner, mit Knallquecksilber gefüllter Zündhütchen gezündet wurden, dieses Prinzip war sehr funktionssicher und Wetterunabhängig und kein Zündpulver konnte aus versehen mehr verschüttet werden. Schnell entstanden erste Waffen mit drehbaren Läufen mit dieser Zündung, die so genannten "Pepperbox-Pistolen" die besonders in den 1830er Jahren beliebt waren. Samuel Colt gelang dann mittels Erfindungsgabe und Ideenreichtum die Verbindung vieler neuer Elemente zu einer funktionssicheren Handwaffe, mit automatischem Trommeltransport durch Hahnspannung, mittels Experimente  z.B. von elektrisch Zündbahren Unterwasserminen erwarb Colt etwas Geld, um  erste Versuchsexemplare herstellen zu lassen und seine Ideen patentieren zu lassen, dies war im Jahr 1836 (im selben Jahr fiel Alamo).                                          Mit weiteren Experimenten legte er die ersten Kleinserienwaffen auf, die Patersonmodelle, besonders die texanische Miliz, als Texas Rangers bekannt, schätzte diese neuen Waffen, da sie Ihnen im Kampf gegen Banditen und Indianer einen unübersehbaren Feuervorteil gab aber durch einen Kompagnon machte Colt erstmal Bankrott. Der ausbrechende Krieg gegen Mexiko und die Fürsprache von Texas Rangercaptain Samuel Walker bescherte dann Samuel Colt den ersten Armeeauftrag über 1000 Revolver, diesen entwickelte er mit             Cap. Walker zusammen, der ihm viele praktische Hinweise geben konnte. Der überschwere "Whitneyville Walker Colt Model 1847 " entstand mit 2,07 kg Leergewicht im Kaliber 44. Dies brachte ihm den Durchbruch, seine "Colts"  waren in aller Munde, selbst in Mexiko versuchten findige Büchsenmacher,   seine "teuflische Gringowaffe" zu kopieren.


Colt: Modell Whitneyville Walker 1847, mit dazugehöriger Pulverflasche, ziviler Eigenbau Pulvertasche, Gürtelholster im Californiastyle und 1848 Militärmütze   


Später folgten leichtere Modelle  in den Kalibern 31, 36 und 44 ...

Zahlreiche andere Firmen kopierten Colts Waffen, entwickelten eigene Modelle ...es entstanden so berühmte Firmen  wie, Remington, Starr, Merwin & Hulbert, es gab Waffen mit Single Action Schlössern (der Hahn muss vor jedem Schuss neu gespannt werden um die Trommel weiterzudrehen) aber auch schon Double Action und Spannabzugswaffen, wobei beim Double Action System, sowohl nach der Single Action Methode geschossen werden konnte aber auch allein durch starken Druck auf den Abzug, wo dann sowohl der Hahn gespannt, als auch die Trommel weitergedreht werden konnte. Bei Spannabzugswaffen, konnte man  nur durch den Abzug die Mechanik  in Gang setzen, dadurch ließen sie sich nicht zielgenau abfeuern. Da sie durch die große Kraft am Abzug beim Schuss verzogen all diese Waffen waren Vorderlader, das Pulver und die  Kugel  wurden von der Trommelkammermündung gesetzt. Mittels eines Ladehebels unter oder neben dem Lauf  festgepresst und mittels eines hinten an Trommel auf die Zündnippel (Pistons) gesetzten Zündhütchens gezündet. Schnell fertigte man Fabrikmäßig Hergestellte Papier bzw. Staniolpatronen, die das laden etwas erleichterten (als aus der Pulverflasche), viele führten 2 oder mehr Revolver oder schon fertig geladenen Trommeln mit sich, die man schnell wechseln konnte.

In Europa kamen um 1850 die ersten Hinterladerrevolver nach dem Lefauchexprinzip auf. Dabei wurden fertige Metallpatronen von hinten geladen, die mittels eines seitlich aus der Patrone und Trommel stehenden Zündstift gezündet wurden aber zum einen Bestand immer die Gefahr das die Patronen durch seitliche Gewalteinwirkung unbeabsichtigt zündeten auch waren die Ladungen schwächer als in vergleichbaren Vorderladerrevolvern. Zur gleichen Zeit ließ sich Smith & Wesson das Patent der durchbohrten Trommel in den USA sichern und fertigte erste kleine Revolver, die mittels seitlich im Hülsenrand untergebrachter Zündmasse gezündet wurden (Randfeuerpatrone) wenn auch  als Damenwaffe und Notversicherung geschätzt, kränkelten auch diese an der schwachen Munition im Kaliber 22 und 32 und Colt & andere Vorderlader dominierte weiter.

Ab 1863 (Firmengründer Samuel Colt starb im Jahr 1862) versuchte man das        S & W Patent bei Colt erst mit von vorn zu ladenden Metallpatronen (Theurprinzip) zu umgehen dann mit Umbauten der vorhandenen alten Colts, wobei die Trommel hinten weggedreht wurde, bis sie hinten offen war, die    Lücke mittels eines Kranzes geschlossen, der eine gefederte Ladeklappe enthielt und ein seitlicher Entladestössel montiert aber mit dem ersten Metallpatronenrevolver von S & W im großen Kaliber 44 im Jahr 1869 musste   die Firma Colt sich etwas neues einfallen lassen und neben dem Umbau der vorhandenen Vorderladerrevolver auf Metallpatronen entwickelte die Firma    Colt dann den Single Action Army 1873 oder "Peacemaker" der im Jahr 1871      das Licht der Welt erblickte, der wie alle seine Colt Vorgänger eine reine Single Action Waffe aber im Kaliber 45 war .

 

 

Long John

Diese Einteilige Unterwäsche, mit einer knöpfbaren "Heckklappe" versehen, auch als Union Suit bekannt, wurde durch Westernserien und Filme berühmt ...Nur wieso vieles spielte sie im alten Westen keinerlei Rolle. Bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts bestand die "Unterwäsche beim Herren aus einer Hochgeschnittenen Unterhose, mit Schnürung am Bündchen, mit 3-4 Knöpfen vorne verschließbar und mit einem verstellbaren Rückenriegel aus Baumwolle oder teuerer aus Seide, in den populärsten Farben Altweiß oder Rot. Die Nachtwäsche bestand beim Bürger aus einem Nachthemd, im selben Schnitt wie die damaligen Oberhemden, mit Stehkragen und einer halben Knopfleiste, die nur bis zur Brust reichte. Verschlossen konnte man auch einmal den Saum nach oben umgefalten und normal am Tag tragen. Um 1880 tauchten in den Katalogen die ersten Unterhemden auf, die dann in Sets mit passender Unterhose angeboten wurden, wie z.B. in grau, hellblau und scharlachrot. Was viele Autoren irreführten , so dass sie die Long John`s/ Union Suits schon um 1880 datierten, diese einteiligen Suits tauchten aber erstmalig im Jahre 1896 im Montgomery Ward Katalog auf und so konnten weder Jim Bridger, noch Stonewall Jackson oder Billy the Kid in den Genuss dieser Wäsche kommen.

 

Werbener Gründer Erwin Giggel & sein bester Freund Manfred Maak in Werben.

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©M.Herrmann